Aktuelles aus dem Kirchenbezirk

Kirchliche Sozialstation Balingen erhält einen Zuschuss aus dem staatlichen Förderprogramm "Sozial und Mobil"

v.l.n.r.: Dekan Beatus Widmann, Thomas Pietsch, MdB Thomas Bareiß, Silke Stelter

Mit einem Scheck aus dem staatlichen Förderprogramm „Sozial & Mobil“ besuchte der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß die Kirchliche Sozialstation Balingen. Dekan Beatus Widmann, Geschäftsführer Thomas Pietsch und die Pflegedienstleiterin Silke Stelter nahmen die Förderung der Elektromobilität dankbar entgegen. Dieses zusätzliche Flottenaustauschprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ermöglicht dem ambulanten Pflegedienst der ev. Gesamtkirchengemeinde Balingen die Anschaffung von drei neuen e-Autos und den dazugehörigen Ladestationen. Im Anschluss an die Scheckübergabe nahm sich Herr Bareiß Zeit und informierte sich über die Themen, die die Station gerade bewegen. Dies waren vor allem der Fachkräftemangel und die stärker werdenden Einschränkungen der öffentlichen Verkehrs- und Parkflächen durch die nahende Gartenschau.

Nähe zu den Menschen

© Foto: Prälat Dr. Christian Rose, Dekan Beatus Widmann (Quelle: Magdalena Smetana)

Der scheidende Prälat Christian Rose war zum Abschiedsbesuch in Balingen

Balingen/Reutlingen. „Er war nah an den Menschen“, stellte Dekan Beatus Widmann beim Gespräch mit dem scheidenden Regionalbischof Christian Rose in Balingen fest. Nach 14 Jahren in Reutlingen, der größten Prälatur der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, geht der 65-jährige promovierte Theologe in den Ruhestand. Rose habe als Brückenbauer innerhalb und außerhalb der Kirche gewirkt. Schnell und zielgerichtet habe er auf die Anliegen des Kirchenbezirks reagiert. Zum Beispiel hat er auch die schnelle Unterstützung der Kirchenleitung bei der Gründung der Landeserstaufnahme- und Flüchtlingsberatungsstelle im Jahr 2015 sehr unterstützt, betonte Widmann. Bei den regelmäßigen Gesprächen „Wirtschaft-Kirche“ lud der Prälat Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik und Wirtschaft sowie aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zum Austausch ein. „Denn unser Gemeinwesen lebt davon, dass wir uns als Kirche einsetzen“, sagte Rose.
Auch innerhalb des Kirchenbezirks Balingen sei ihm der Kontakt zu den Menschen wichtig gewesen, sagte Rose. Er habe in seiner Amtszeit etwa 550 Wiederbesetzungssitzungen persönlich geleitet, bei denen Gremien Personalentscheidungen in den Kirchengemeinden gemeinsam treffen. „Das war der intensivste Teil meiner Arbeit“, berichtet Rose über die langen Abendsitzungen. Widmann zeigte sich dabei beeindruckt von Roses großer Menschenkenntnis.
„Als Kirche müssen wir nach der Krise wieder stärker die Nähe zu den Menschen suchen“, ist Prälat Christian Rose überzeugt. Die Pandemie habe viele Probleme offengelegt und verstärkt, Menschen haben der Kirche den Rücken gekehrt. Eine Veränderung und Erneuerung sei notwendig. Eine Aufbruchstimmung sei dennoch spürbar – ein Generationenwechsel deute sich an. Rose wies dabei auf die neugewählte Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Anna-Nicole Heinrich, die mit 25 Jahren mutig genug gewesen sei dieses Amt anzutreten. Auch in den Fragen der Digitalisierung habe die Kirche einen großen Schritt nach vorne getan, viele kirchlichen Formate finden online statt. So auch der gerade zu Ende gegangene Ökumenische Kirchentag aus Frankfurt. Die Kirche müsse die Chance nutzen, die Verkündigung verständlicher zu kommunizieren und neue Räume und Beteiligungsmöglichkeiten zu eröffnen. „Wir können in der Gesellschaft mit der Botschaft von der Liebe Gottes andere Akzente setzen und so zu einer Veränderung beitragen“, ist Rose überzeugt. Dafür brauche es Mut, Gelassenheit und auch Glaubensheiterkeit.
Im Ruhestand möchte sich der begeisterte Handballer und vierfache Großvater verstärkt um die Enkelkinder kümmern. Und sobald es wieder möglich ist, plane er mit seiner Frau eine Wanderung über den Meraner Höhenweg. Außerdem bleibe er für eine Übergangszeit im Vorstand des Evangelischen Landesverbandes Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg und im Stiftungsrat der BruderhausDiakonie in Reutlingen.

Magdalena Smetana
Medienbeauftragte der Prälatur Reutlingen


Zur Person:

Christian Rose (65) ist seit 2007 Regionalbischof der Prälatur Reutlingen. Der in Göppingen geborene, promovierte Theologe hat zunächst Verwaltungswissenschaften und später Evangelische Theologie studiert. Von 1984 bis 1990 war er wissenschaftlicher Assistent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Nach dem Vikariat in Dettenhausen (Landkreis Tübingen) war er sechs Jahre Gemeindepfarrer in Heidenheim. Im Jahr 1998 wurde er zum Professor für Biblische Theologie und Gemeindediakonie an die Evangelische Fachhochschule auf der Karlshöhe in Ludwigsburg berufen. Ab 2003 war er auch deren Rektor. Von 2007 an war er Prälat der größten Prälatur der Landeskirche. Diese erstreckt sich von Tuttlingen im Süden bis vor die Tore Stuttgarts im Norden und Ulms im Osten sowie bis nach Freudenstadt im Westen. Ein Prälat ist der Stellvertreter des Landesbischofs in einer Region. Zu den Aufgaben gehört die Beratung der Gemeinden beim Wechsel ihres Pfarrers oder ihrer Pfarrerin. Er visitiert die Kirchenbezirke, nimmt die kirchliche Arbeit vor Ort wahr und setzt Schul-/ Dekaninnen und Dekane in ihr Amt ein. Als stimmberechtigtes Mitglied wirkt er im Kollegium des Oberkirchenrats bei personellen und inhaltlichen Entscheidungen der Kirchenleitung mit. Der Reutlinger Prälat ist der Frühprediger der Reutlinger Marienkirche.
Die Entpflichtung durch den Landesbischof und Verabschiedung von Dr. Christian Rose findet corona-konform am Sonntag, 27. Juni um 15 Uhr in der Marienkirche in Reutlingen statt. Der Gottesdienst wird aufgezeichnet und anschließend auf der Homepage der Landeskirche zu sehen sein.

Ordination von Pfarerin Sara Stäbler

Am 1. Sonntag nach Ostern haben wir Pfarrerin zur Dienstaushilfe im Kirchenbezirk Sara Stäbler in einem festlichen Gottesdienst unter Hygienebedingungen in den Pfarrdienst eingeführt. Die Balinger Stadtkirche bildete dazu den festlichen Rahmen. Mitglieder des KBA und der Landessynode und die beiden Zeuginnen Dr. Christina Drobe und Christina Reich zogen zusammen mit Dekan Widmann und Pfarrerin Stäbler zur Verpflichtung und zur Einsegnung ein. Das Ordinationsgelübde trug Pfarrerin Stäbler mit ihrer wunderschönen Stimme gesanglich vor.

Ihr Ordinationsvers ist 1. Petrus 1,3: "
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten."

Gottesdienst für alle Mitarbeitenden und Verantwortlichen des Kita-Bereichs

Auf der Erde

© original_clipdealer.de

Eigentlich sollte zum Jahresbeginn in der Stadtkirche ein Gottesdienst für alle Mitarbeitenden und Verantwortlichen des Kita-Bereichs in unserem Kirchenbezirk stattfinden. Wegen der aktuellen Lage muss er nun verschoben werden. Aber weil der ganze Bereich „Kita“ so wichtig ist für Kinder, Eltern, unsere gesamte Gesellschaft und natürlich auch unsere Kirche ist, sollen die Menschen, die ihn mit großem Engagement und persönlichem Einsatz gestalten und tragen, gerade jetzt eine Stärkung und Wertschätzung ihrer Arbeit erfahren. Deshalb gibt es ein Alternativangebot zum verschobenen Gottesdienst: Ein digitaler Impuls mit Liedern, Texten und einem Bild aus Tailfinger Pauluskirche. Er kann ab 14.1.21, 17.30 oder auch später abgerufen werden. Alle, die sich dem Kita-Bereich verbunden fühlen, sind eingeladen unter Thema: „Ich verlass dich nicht – verlass dich drauf!“ diesem Link zu folgen:
https://www.youtube.com/watch?v=hyCUpAc_nds

Die Täbinger Dorf- und Bauernkrippe

Die Täbinger Krippe ist eine bäuerliche Dorfkrippe mit über 40 bemalten Holzfiguren. Ihr Erwerb wurde durch Gemeindespenden finanziert. Gefertigt wurde sie in 1-jähriger Arbeit von dem ostpolnischen Kleinbauern und berühmten Volkskünstler Wladimir Naumjuk. Der ehemalige Täbinger Parrer Dr. Deetjen übersandte dazu seinem Freund Naumjuk gemalte Bilder, Ortsansichten und Frühfotos vom bäuerlichen leben und den Originalen des alten Dorfes.

Buchvorstellung "Evangelisches Leben in Hohenzollern und im benachbarten Württemberg"

© Foto: Dorothee Sauer

v.l.n.r.: Die Herausgeber Dr. Andreas Zekorn, Prof. Dr. Jürgen Kampmann, Dekan Beatus Widmann, Dr. Volker Trugenberger

Am 15. Dezember wurde das neu erschienene Buch "Evangelisches Leben in Hohenzollern und im benachbarten Württemberg" von den Herausgebern vorgestellt. Der Band vereinigt Vorträge des Begleitprogramms zur Ausstellung „Evangelisch in Hohenzollern“, die von 2016 bis 2018 von über 30.000 Menschen besucht wurde. Dabei kommen die altwürttembergischen Teile des Dekanatsbezirks Balingen nicht zu kurz und Reformationsgeschichte wird lebendig in Abhandlungen zu Balingen und Ebingen oder zu Flugschriftenautorinnen. Der Reformator Simon Grynaeus, der Erfinder und Pfarrer Philipp Matthäus Hahn sowie das Opfer der NS-Rassenideologie Peter Katz werden umfassend gewürdigt. Da die evangelischen Kirchengemeinden Hohenzollerns Teil der preußischen Landeskirche waren, findet die preußische Kirchengeschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts Berücksichtigung, ebenso das Diasporahaus Bietenhausen, und umfassend wird die Eingliederung der hohenzollerischen Gemeinden in die Württembergische Landeskirche aufgearbeitet.

300 Seiten - 55 farbige Abbildungen - fester Einband - Preis: 30 €
Das Buch ist erhältlich im Evangelischen Dekanatamt Balingen, Charlottenstr. 16, 72336 Balingen

Ein besonderes Jahr neigt sich zu Ende...

Ein besonderes Jahr neigt sich zu Ende - Corona zeigt immer noch keine Wende

Es hat uns vieles abverlangt - und trotzdem sind wir nicht am Rand

In allen unseren Bereichen - wollten wir dem Virus nicht weichen

Wir haben durch- und zusammen gehalten - konnten von zuhause aus vieles verwalten

Haben zwar die Tür zugeschlossen - waren aber trotzdem für alle Anliegen offen

Die Dienstgemeinschaft ist für uns wichtig - und die Hilfe für Menschen in Not nach wie vor richtig

Wir setzten uns ein für unsre Klienten - und haben zurückgestellt manche Bedenken

 

Für die Schüler unser Bestes gegeben - und weitergemacht mit dem Reli lehren

Kirchengemeinde und Bezirk geleitet - und unsere Arbeitsorganisation geweitet

Die Erzieherinnen in den Kigas unterstützt - damit ihre Arbeit den Familien nützt

Und mit Kirchenmusik die Seele genährt - im Lockdown ist das besonders viel wert

Auch unser Chef mußte viel stemmen - Corona ließ manchen sich enthemmen

Und mußte wieder beruhigt werden - und gesagt bekommen daß er nicht allein ist auf Erden

Wir sind dankbar dass wir arbeiten können - das würden wir auch anderen gönnen

Und heute auch an die unsre Gedanken richten - die grade auf ihren Lohn müssen verzichten

 

Unser herzlicher Dank geht an Sie alle - Sie sind die Besten in jedem Falle

Ohne unsere tolle Mitarbeiterschaft - und ihre enorm große Kraft

Ihr Mitgehen und Durchhaltevermögen - das ist wirklich ein ganz großer Segen

Könnten wir diese Krise nicht meistern - das läßt uns an vielen Stellen begeistern

Mit so engagiertem und verläßlichen Personal - kommen wir auch durch den Winter allemal

Drum sei es hier nochmals deutlich betont - denn keine und keiner hat sich geschont.

Dass soviel getan werden konnte, trotz aller Unsicherheit - dafür verdienen Sie höchste Anerkennung und Dankbarkeit.

 

Doch heute und jetzt richten wir unseren Blick - auf das was vor uns liegt und nicht zurück.

Advent heißt Ankunft, was feiern wir? - Und Weihnachten steht auch vor der Tür?

Dass Jesus Christus geboren ist, - das ist der Inhalt vom Weihnachtsfest.

Gott kommt zu uns, wird Mensch wie du. - Das anzunehmen schafft Frieden und Ruh.

Und die können wir nach so einem Jahr alle vertragen. - Ausruhen, auftanken, uns Gutes tun und sagen.

Schwere Gedanken und Sorgen einfach lassen,  sich freuen, Kraft und Mut neu fassen.

Das dürfen wir tun, dazu ist Weihnachten da. - Lasst uns feiern: Christ der Retter ist da!

 

Nun bleiben Sie alle gesund und besonnen - irgendwann haben wir über das Virus gewonnen

Verbringen Sie ein schönes Weihnachtsfest - so wie´s eben dieses Mal möglich ist

Und kommen Sie gut ins Neue Jahr - 2021 sehn wir uns wieder, ist ja klar

Dann machen wir weiter in gewohnter Weise - jetzt aber sind wir wieder leise

Weil Dekan Widmann jetzt die Andacht hält - was uns gerade heute besonders gefällt

Es tut uns gut, in diesen Zeiten inne zu halten - denn zum Glück bleibt es damit beim alten

Weil unser Glaube uns durch alles durchträgt - auch wenn uns vieles gerade bewegt

Das ist ein Fundament, das für immer besteht, - auch wenn die Welt um uns wackelt und bebt.

Von Diana Schrade-Geckeler, Geschäftsführerin der Diakonischen Bezirksstelle Balingen   und Wolfgang Staiger, Leiter der Kirchlichen Verwaltungsstelle Balingen

Jürgen Herre für 30 Jahre Prädikantendienst geehrt

Prädikant Jürgen Herre und Dekan Beatus Widmann

Im Gottesdienst am 1. Advent in der Stadtkirche Balingen wurde Prädikant Jürgen Herre von Dekan Beatus Widmann für 30 Jahre ehrenamtlichen Lektoren- und Prädikantendienst geehrt.
Jürgen Herre ist seit 25 Jahren hauptberuflich bei der Kirchlichen Verwaltungsstelle Balingen tätig und seit über 15 Jahren Referent für Fortbildungen. Zudem ist er seit vielen Jahren Chorleiter.