Bündnis "Vielfalt gemeinsam leben"

Die Gesellschaft zusammen halten

Evangelische und katholische Kirche, Diakonie, Caritas und DRK Sigmaringen schließen sich zum Bündnis Vielfalt Gemeinsam Leben zusammen, um sich in Sigmaringen und Umgebung für demokratische Werte und Toleranz einzusetzen.

Als sich im Frühjahr 2018 Probleme mit Geflüchteten und Negativschlagzeilen über Sigmaringen häuften, bildete sich in den Koordinierungstreffen der Stadt Sigmaringen ein Arbeitskreis, der sich intensiv mit der Thematik beschäftigte. Den Teilnehmern wurde schnell klar, dass es bei den Problemstellungen nicht nur um Geflüchtete geht, sondern dass Themen wie Ängste, Verunsicherung oder Aggression weit größer gefasst werden müssen. Daher gründeten kirchliche und soziale Träger in Sigmaringen das Bündnis Vielfalt Gemeinsam Leben, das organisationsübergreifend den Blick auf die Werte unseres Grundgesetzes, der Demokratie und Freiheit richtet.

Die Bündnismitglieder, vertreten durch Christoph Neubrand (Dekanat Sigmaringen-Meßkirch), Matthias Ströhle (ev. Kirchengemeinde Sigmaringen), Diana Schrader-Geckeler (Diakonie Bezirksstelle Balingen), Stefanie Gäble (DRK KV Sigmaringen e.V.) und Stefanie Thiel (Caritasverband für das Dekanat Sigmaringen-Meßkirch e.V.) planen die Durchführung von eigenen Projekten (z.B. politische Nachtgebete, Aufstellen des Demokratie-Mobils) und hoffen gleichzeitig auf rege Beteiligung weiterer Personen und Organisationen als Ideengeber und/oder Kooperationspartner. Denn das Bündnis Vielfalt Gemeinsam Leben geht nicht in Konkurrenz zu bestehenden Aktionen, sondern versteht sich vielmehr als Plattform, die Strömungen und Aktivitäten für ein friedliches Miteinander bündelt und stärkt.

Am Sigmaringer Fest der Kulturen  am 14.10.2018 stellte sich das Bündnis Vielfalt Gemeinsam Leben erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Die formelle Gründung erfolgte am 18.01.2019 durch die Unterzeichnung der gemeinsam formulierten „Leitgedanken und Arbeitsordnung“, die folgende Ziele beinhalten:

•  gemeinsames Eintreten für ein friedliches Zusammenleben
•  Ausübung zivilgesellschaftlichen Engagements für Demokratie und Toleranz 
•  gemeinsames aktives Auftreten für den Schutz und die Stärkung von Demokratie und Menschenwürde 
•  Bündelung von Aktivitäten gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Gewalt und Extremismus 
•  gemeinsames Auftreten gegen Bedrohungen und Einschränkungen demokratischer Strukturen und Verhaltensweisen 
•  Bündelung von Aktivitäten, die zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe führen 

Stadt und Landkreis Sigmaringen sowie die Landeserstaufnahme begrüßen die Gründung des Bündnisses und werden seine Arbeit und seine Aktionen wohlwollend begleiten. Positive Signale kamen bislang nicht nur von katholischer und evangelischer Seite (z.B. benachbarte Dekane des Landkreises Sigmaringen), sondern auch von Seiten der Politik.